/ Dezember 14, 2017/ Quilt-Along 6Köpfe-12Blöcke/ 4Kommentare

Im März diesen Jahres habe ich den Quilt Along entdeckt. Die ersten drei Blöcke  Januar, Februar und März konnte ich schnell nähen, um auf dem Laufenden zu bleiben. Danach kam jeden Monat ein weiterer Block dazu. Jeden Monat war die Spannung groß, welches Muster als nächstes vorgestellt wird. So nähte ich mich durch das Jahr bis in den Dezember hinein.

Mein Top (die vordere Seite des Quilts) hatte ich euch ja bereits vorgestellt.

Ich machte mir Gedanken, wie ich quilten möchte. Für den Border (den Randstreifen des Quilts) und das Sashing (die schmäleren Streifen zwischen den Blöcken) habe ich mir ein etwas verschlungenes Muster vorgestellt. Es aber in die Tat umzusetzten, war nicht einfach. Ich zeichnete mir zunächst Muster und Ecklösung auf ein Blatt Papier vor. Dann musste ich aber eine Lösung finden, damit das Muster endlos und regelmäßig um den gesamten Quilt herum aufgeht. Uff, das war vielleicht ein Stück Rechnerei….

Mit einem Kreidestift habe ich mir Hilfslinien gezogen und das Muster auf den Stoff aufgezeichnet. Das hat sich bewährt. Denn, wenn der Quilt unter der Maschine liegt, verliert man den Überblick. Mit dem aufgezeichneten Muster geht es wunderbar und man weiß immer, wohin man als nächstes hin nähen muss.

Danach ging die Krabbelei auf dem Boden weiter.

Nachdem auch die Rückseite fertig war, habe ich sie mit Klebeband auf dem Fliesenboden im Wohnzimmer aufgespannt.

Darauf wurde die Vlieseline (ich habe H 281 benutzt) ausgelegt und mit temporären Sprühkleber aufgeklebt.  Das zuvor gebügelte Top hatte ich mir auf eine Papprolle (von der Vlieseline) gewickelt und stückchenweise vorsichtig mit dem gleichen Kleber befestigt. An manchen Stellen gab es dennoch kleinere Wellen. Mit Hilfe des Bügeleisens habe ich sie entfernt bis alles schön glatt aufeinander lag.

 

Die große Herausforderung – das Quilten – war der nächste Schritt. Zu meiner Überraschung hatte ich Border und Sashing in ca. 2 Stunden fertig. Dass es so glatt gehen würde, verwunderte mich etwas, denn damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.

Das machte mich mutig, schon fast übermütig und ich habe dann einen Block nach dem anderen im Nahtschatten (also in der Naht) gequiltet. Schon beim ersten Block wurde mir klar, dass mein Vorhaben ein Kraftakt wird. Wegen jedem Richtungswechsel musste ich das ganze Monstrum unter der Maschine drehen, durchzeiehen, schieben, ziehen…. und das bei allen 12 Blöcken. Oh Mann, da habe ich mir was vorgenommen! Selbst schuld, weil ich bisher nicht gelernt habe, frei Hand zu quilten. Ich muss das unbedingt so lange üben, bis es klappt. Ein zweites Mal mach ich diese Schieberei nicht!

Manchen Quitnähten sieht man es schon an. Ab und zu habe ich eine kleine Zacke hineingenäht…

Das Quilten der einzelnen Blöcke dauerte einen ganzen Tag, aber es hat sich gelohnt. Beim Fernsehen habe ich noch die ganzen Fäden auf die Rückseite gezogen und vernäht.

Nach dem Quilten wurden die überschüssigen Stoffstreifen von Rückseite und Vlieseline abgeschnitten. Diese dienen nur zur besseren Handhabung und Führung beim Quilten und werden danach nicht mehr gebraucht.

Vom fertigen Quilt trennten mich dann nur noch wenige kleine Schritte. Ich musste ein Label für die Beschriftung anbringen und zuletzt noch das Binding (die Einfassung).

Für das Binding habe ich aus den bunten Stoffen 3 Inch breite Streifen geschnitten und alle im 45° Winkel aneinander genäht. Zur Hälfte umgebügelt, mit der Nähmaschine auf die Vorderseite des Quilts genäht, umgeschlagen und an der Rückseite mit der Hand  die 7 Meter „unsichtbar“ festgestichelt.

Meine Freude war natürlich riesengroß, es endlich geschafft zu haben. Mein erster fertig gestellter Quilt. Wow, stolz trug ich ihn in den Garten, den Fotoapparat um den Hals gehängt, um das gute Stück für euch abzulichten.

Denkste! So einfach war das gar nicht. Wie soll man so ein großes Teil positionieren, damit es auch noch eine gute Figur macht? Außen auf dem Tisch und Stühlen auslegen? Eine kleine Herausforderung bei einer Größe von 150 x 194 cm.

Das war nicht so der Hit. Aufhängen?

Schon besser. Aber man sieht nicht alles. So sieht man ihn in voller Pracht

und so ist die Rückseite

Einen Namen hat er auch bekommen. Er trägt den Namen „Learning by doing“, weil ich daran vieles neu entdeckt, gelernt und einige Erfahrungen sammeln konnte. Alles auf dem Label verewigt

Besonders stolz bin ich auf den gequilteten Border

Nachdem der Quilt fertig ist, darf ich mich darin einkuscheln und mich daran erfreuen. Es hat mir viel Spaß gemacht, doch ich freue mich auch schon auf den 1. Januar 2018, wenn es weiter geht  mit dem Quilt Along – einem neuen im neuen Jahr. Ich gehe dann schon mal weiße Bettwäsche färben….

Bis dahin liebe Grüße

Jana

Verwendete Materialien:

weiße Bettwäsche und diese auch eingefärbt, ein Herrenhemd, eine Schürze und ein paar neue Stoffstücke

Verlinkt zur Linkparty bei Gesine von Allie and me

 

 

 

 

4 Kommentare

  1. Liebe Jana, das ist so ein schöner Quilt 😍 ich komm ja fast in Versuchung… aber so als Anfänger, neee ich denke nicht 😂 da freue ich mich besser auf deinen neuen Quilt, finde ich großartig, dass du gleich noch einen hinter her machst! Jetzt aber erstmal wunderschöne Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr 🎉 wir lesen uns 😊 Herzliche Grüße, Jenny

  2. Auch hier muss ich dir nochmal schreiben, dass ich den Quilt besonders mag und sehr bewundere wie du ihn gequiltet hast … ich schaff es nicht so … und habe jetzt beschlossen alles in Ruhe nach den Feiertagen anzugehen. Liebe Grüße Ingrid

    1. Liebe Ingrid, das Wichtigste ist, dass man in aller Ruhe überlegt und für sich selbst festlegt, wie man quilten möchte. Dabei kann man sich zwar Anregungen holen, aber die Entscheidung muss man
      Ö selbst treffen. Das hängt auch davon ab, wie viel Geduld und Durchbiss man hat und was man eigentlich möchte. Für mich waren die Vorgaben in meinem Dickschädel klar: ich wollte nicht 08/15 quilten. Mier gefiel so vieles, aber eins nicht – gerade Linien, egal, wie sie über den Quilt verlaufen. Dafür habe ich mich der Herausforderung gestellt und es einfach probiert. Wie du weißt: „Probieren geht über Studieren“. Ich mach da nicht so viel Gedöns, sondern mache es einfach.
      Liebe Grüße, Jana

      1. Ach ja, liebe Ingrid. So weit entfernt bist du ja nun auch nicht. Wenn alle Stricke reißen, ruf mich an, wir machen was aus, ich helfe dir gerne. LG, Jana

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