/ Mai 10, 2017/ Nähanleitungen/ 0Kommentare

Bevor du loslegst, solltest du diese Nähanleitung bis zum Schluss lesen.

 

Du brauchst:

  • 2 bis 3 T-Shirts oder einen anderen Stoff, Maße siehe weiter unten. Geeignet wären auch Herrenhemden. Jeansstoff ginge auch, du müsstest dann aber die Taschen anders nähen
  • Vlieseline, ich benutzte Ronofix 100+18, du kannst auch  H 630 oder H 640 nehmen. Für das Rückwärtige Teil  (Korpus) würde sich auch eine feste Bügeleinlage (z.B.Ronar Fix, Schabrackeneinlage oder Decovil) eignen. Für die Taschen würde auch  H 250 reichen
  • Schere, falls vorhanden Rollschneider und Lineal
  • Stecknadeln
  • passendes Garn
  • Nähmaschine
  • 2 größere Sicherheitsnadeln
  • evtl. Phantomstift oder Schneiderkreide
  • 2 bis 4 Ösen zum Einschlagen und kleine Reststücke von Vlieseline H 200 oder H 250 3 x 3 cm bis 5 x 5 cm

 

Die angegebenen Maße passen für das Zubehör des Dyson V8 Akkusaugers. Für andere Staubsaugermodelle musst du die Maße möglicherweise anpassen

 

Tipp: Ich schneide mir die benötigten Teile zunächst aus Vlieseline aus, bügle diese auf den Stoff und schneide dann mit 1 cm Nahtzugabe den Stoff zu. Du kannst auch so aufbügeln, dass du den Stoff nur noch rechts auf rechts umklappen musst oder direkt an eine Naht bügelst. Schau mal:

Zuschnitt

Korpus des Utensilos:

1 x Vlieseli1ne 40 x 60 cm (= V1)

1 x Stoff für die Vorderseite 42 x 62 cm  (bei mir grau, aus dem Rückenteil eines T-Shirts) (= Stoff A)

1 x Stoff für die Rückseite 42 x 62 cm (bei mir dunkelblau, aus dem Rückenteil eines zweiten T-Shirts) (= Stoff B)

TIPP: Ich habe mir die beiden Stoffteile eher großzügig zugeschnitten und erst ganz zum Schluss auf eine normale Nahtzugabe von 1 cm zurückgeschnitten. Ich hatte dafür die Rückenteile der T-Shirts und konnte deshalb großzügig mit dem Stoff umgehen.

 

Taschen:

1 x Vlieseline (= V2) 20 x 12 cm (für unten links) + 2 x Stoff  C  22 x 14 cm (bei mir Türkis = Stoff C)

1 x Vlieseline (= V3) 40 x 12 cm (für unten rechts) + 2 x Stoff C 42 x 14 cm

1 x Vlieseline (= V4) 28 x 16 cm (für oben rechts) + 2 x Stoff C 30 x 18 cm

1 x Vlieseline (= V5) 18 x 16 cm (für oben links) + 2 x Stoff C 20 x 18 cm

 

 

Schritt 1

 

Bügle Vlieseline V1 auf Stoff A. Bügle V2 auf einen der beiden Stoffteile C. Lege dann das andere Stoffteil rechts auf rechts darauf und stecke es fest. Markiere dir eine Wendeöffnung von ca. 6 cm an einer der beiden schmäleren Kanten. Genauso verfährst du mit den übrigen Teilen V3 bis V5.

 

Schritt 2

 

Nähe nun alle gesteckten Taschenteile rundherum direkt entlang der Vlieskante. Lasse dabei die Wendöffnung aus. Verriegle an den Wendeöffnungen. Schneide die Nahtzugaben an den Ecken schräg zurück, wende alle vier Teile und bügle sie. An den Wendeöffnungen bügelst du die Nahtzugaben nach innen um.

 

Tipp: Wenn du aus T-Shirts nähst und du den Fußandruck deiner Nähmaschine verstellen kannst, so solltest du ihn verringern. So kannst du verhindern, dass der Fuß den Stoff vor sich herschiebt und dehnt. Nähe mit Stichlänge 2,5. Du kannst einen Stetchstich wählen, wenn deine Maschine ihn hat.

 

Schritt 3

 

Steppe die Kanten der Taschenteile, die nicht angenäht werden, ab. Ich habe 4,5 mm von der Kante mit einer Stichlänge 3,5 abgesteppt. Vergiss nicht am Anfang und Ende zu verriegeln.

 

Schritt 4

 

Lege nun die unteren beiden Taschen so auf den Korpus, dass die unteren Kanten 2 cm von der Korpuskante liegen.

Schiebe die Fugendüse unter den Stoff der Linken Tasche, damit du sehen kannst, wie du die Tasche feststecken musst. Stecke sie an den ungesteppten 3 Seiten am Korpus fest.

 

Auch unter den Stoff der rechten Tasche steckst du die Bodendüse. Du steckst nur die schmalen zwei Seiten fest. Dabei kannst du die volle Breite bis zur Kante des Korpus beanspruchen.

Die beiden Düsen kannst du nun entfernen. Nähe knappkantig die linke Tasche wie gesteckt an. Die rechte Tasche wird zunächst nur an den Seiten angenäht, so wie du sie angesteckt hast.

TIPP: Ich habe die Nadelposition meiner Nähmaschine um 4,5 mm nach links verstellt und mit Stichlänge 3,5 festgesteppt. Solltest du mit dem knappkantigen Absteppen Probleme haben und die Nadel nicht verstellen können, nutze den Reisverschlussfuß. Den Fußandruck kannst du wieder auf normal stellen.

Der Boden der rechten Tasche ist noch offen und der Stoff wölbt sich nach oben. Stecke an der unteren Seite von jeder Ecke 3 cm ab und nähe eine kurze Naht. Vergiss nicht zu verriegeln.

Nun klappst du auf beiden Seiten den Stoff so zur Seite um, bis eine Falte entsteht. Stecke alles fest und nähe die untere Taschenseite ganz an.

 

Du musst noch an der größeren Tasche oben auf jeder Seite einen kleinen Abnäher machen. Dafür schiebst du die Düse in die Tasche. Dann kannst du den Stoff an der Oberseite ca. 1 cm abstecken – an den Stellen, wie die Falte von unten kommt. Schau mal

Es reicht, wenn du ein paar Stiche machst (bei mir waren es genau 10). Verriegeln nicht vergessen. Diesen Abnäher brauchst du deshalb, damit sich der Taschenstoff nicht zu weit vorwölbt, wenn das Utensilo hängt und die Bodendüse drin ist. Vorwölben darf und wird sie sich, doch nicht so sehr, dass die Düse herausfällt.

Schritt 5

Die oberen beiden Taschen nähst du auf die gleiche Weise an. Ziehe dir mit Schneiderkreide oder einem Phantomstift 27 cm von der oberen Korpuskante eine Linie oder markiere dir die Position mit Stecknadeln.  Unterschied: Die rechte obere Tasche (für die Polsterdüse) hat nur eine Falte von 1,5 cm (statt 3 cm, wie bei der unteren). Du must hier keine Abnäher machen.

Nachdem du die Taschen festgesteppt hast, sieht dein Werk etwa so aus:

 

Schritt 6

Stecke die beiden oberen Taschen mit Sicherheitsnadeln fest, damit sie dir nicht im Weg sind, wenn du den Rückwärtigen Stoff B auf den Korpus nähst.

Lege nun den zugeschnittenen Stoff B mit der rechten Seite auf die Korpusseite mit den bereits aufgenähten Taschen und stecke ihn fest. Du musst die Taschen dabei etwas herunterdrücken. Manchmal hilft es auch zunächst nur eine Seite festzustecken und zusammenzunähen, dann erst die nächste stecken und nähen. Bei leicht dehnbaren Stoffen, wie bei T-Shirts, muss man sehr aufpassen, damit man sich keine Falten einnäht. Auch ich habe deshalb eine Seite nach der anderen genäht und den Stoff immer wieder möglichst gerade gezogen. Auf dem folgenden Bild siehst du, wie sich der Stoff verhält. Die gebildete Falte muss weg. Ich musste die Stecknadeln umstecken.

Du nähst – wie zuvor bei den Taschen – genau neben der Vlieskante mit Stichlänge 2,5. An einer der schmalen Seiten lässt du eine Wendeöffnung von ca. 10 bis 12 cm. Wieder verriegelst du die Nähte.

Bevor du wendest, bügelst du auf den unverstärkten Stoff noch kleine Stücke Vlieseline H 250  und zwar auf die Stellen, wo du später die Ösen haben möchtest. Das können 2 oder 4 an den Ecken sein. Ich hatte kleine Reststreifen, die ich mir zugeschnitten hatte und habe nur an den oberen Ecken Ösen eingeschlagen. Die Stücke müssen auf jeden Fall etwas größer sein als deine Ösen.

Du musst auch noch die Nahtzugaben an den vier Ecken zurückschneiden. Wieder so, wie zuvor bei den Taschenteilen. Erst dann kannst du das Utensilo wenden.

 

Die Nahtzugaben an der Wendeöffnung bügelst du nach innen und steckst sie fest. Dann steppst du noch rundherum alles ab. Wenn du das nicht möchtest, kannst du die Wendeöffnung mit einem Leiterstich per Hand schließen und die Kanten des Utensilos zurecht bügeln.

 

Schritt 7

 

Für die Ösen musst du zunächst eine zur Öse passende runde Öffnung in den Stoff schlagen oder schneiden. Dann kannst du die Ösen einschlagen. Auf der Rückseite der Packung findet sich meist eine Bildanleitung dazu.

 

Und tadaaa… unser Utensilo ist fertig.

Und nun wünsche ich dir viel Freude beim Nähen. Über Rückmeldungen freue ich mich. Wenn du Fragen hast oder etwas nicht verstanden hast, kontaktiere mich. Gerne helfe ich dir weiter.

 

Diese Anleitung ist kostenfrei und darf nur für private Zwecke verwendet werden. Jegliche kommerzielle Nutzung ist untersagt.

Für eventuelle Fehler in dieser Anleitung kann keine Haftung übernommen werden.

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